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Hallo!

Willkommen! – Zum Blog hier gibt es auch ein Internetforum:

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Dort könnten Benutzer übrigens bei Bedarf auch selbst – nach erfolgter Benutzerregistierung – kommentierende Beiträge verfassen bzw. die hier angesprochenen Themen diskutieren. (Hier ist die Kommentierungsfunktion dagegen bislang abgeschaltet.)

In der „Artikelübersicht“ (Link rechts unter „Meta“) kommt man zu einem Überblick über alle hier veröffentlichten Artikel.

In der Kategorie „Zentrale Beiträge“ (Link oben) habe ich Beiträge zusammengefasst, die mir selbst als zentral in Bezug auf meine vertretenen Positionen erscheinen.

„Männer sind Schweine“

Hervorgehoben

These: der am häufigsten von Frauen über Männer gesagte Satz ist: „Männer sind Schweine“ – und gemeint ist i.d.R. nicht, dass diese sich zu wenig waschen. Und es gibt eine ganze lange Reihe ähnlicher Formulierungen, die Frauen nur allzu gerne in den Mund nehmen.

Es ist geradezu klassisch, dass Frauen Männer als das Geschlecht hinstellen, „das immer nur auf Sex aus ist“ – dabei bei der Partnerwahl ziemlich beliebig ist. „Sexuelle Übergriffe“ von Männern Frauen gegenüber seien sehr häufig. Monogamie, Treue, Verlässlichkeit, die „wahre Liebe“ sei für die meisten Männer „ein Fremdwort“.

Ich nehme Frauen dagegen von der deutlichen und beherrschenden Tendenz her als das scheinheilige Geschlecht wahr. Ja, zunächst mal gilt das vor allem für den (durchaus wichtigen!) Bereich der Sexualität.

Frauen spielen mit großem Vergnügen „Rotkäppchen und der böse Wolf“ mit den Männern (und das weit über die Pubertät hinaus). Sie halten – aller Emanzipation zum Trotz – am „traditionellen Rollenschema“ der Passivität, Defensivität und Selektivität – am Sich-umwerben-, Sich-umkämpfen-, Sich-erobern-lassen fest und schieben damit den Männern die aktive, offensive Rolle zu – und lassen sie dann mit dieser Rolle in ihr sexualmoralisches Messer laufen. (Nebenbei sind hier deutlich auch Macht, Eitelkeit und Manipulationsmöglichkeiten Motiv.)

Bei Frauen äußert sich Sexualität nur deshalb weniger druckvoll, weil sie innerhalb des o.g. Schemas erheblich leichteren Zugang zur Befriedigung derselben haben. Sie selbst machen den Männern die Sexualität zu einer „druckvolleren“ Angelegenheit – und beschweren sich dann bitter über das Ergebnis.

Das Gefälle, das in Bezug auf die Sexualität zwischen Frauen und Männern eindeutig besteht, wird von Frauen mit ihrem Verhaltensschema erzeugt.

Die sexuelle Scheinheiligkeit von Frauen Männern gegenüber hat nicht selten einen geradezu aggressiven Charakter – gerade im Umfeld des Feminismus.

Den Bereich von Liebe, Beziehung und verlässlicher Treue bezeichnen Frauen dann oft als „ihren“ Gegenbereich zur „Sexorientierung“ der Männer. Da heißt es wie eh‘ und je: „Männer wollen nur ihren Spaß“ und Frauen die „wahren und wirklichen“ Gefühle.

Meine Wahrnehmung: im Bereich Liebe, Beziehung, Treue setzt sich die weibliche Scheinheiligkeit nicht selten einfach nur fort: die Dinge sind immer genau dann „ganz etwas anderes“, wenn Frauen das so sehen wollen.

Frauen sind im relevanten Maße im klassischen Sinne untreu (das belegen auch „überraschende“ Statistiken). Das sogenannte „Schlussmachen“ ist ein „typisch weiblicher Sport“ (und wird vom verlassenen Partner oft nicht anders empfunden als die „klassischen Untreue“).

Frauen „brechen“ Männern absolut nicht weniger häufig „das Herz“ als umgekehrt!

Und immer ist es dabei natürlich so, dass Frauen in diesen Fällen absolut gute Gründe, allermindestens aber hervorragendste Entschuldigungen glauben, für sich geltend machen zu können – den Männern in entsprechenden umgekehrten Fällen absprechen. Meine These: Frauen lassen hier einseitig nur ihre Bewertungsmaßstäbe, ihre Spielregeln gelten – und die der Männer eben nicht – das ist der Trick.

Weibliche Scheinheiligkeit und weiblicher Egozentrismus Männern gegenüber sind immer nahe beieinander.

Dass Frauen in dem, was sie Liebe nennen, grundsätzlich aufrichtiger und leidenschaftlicher sind als Männer halte ich für sehr bestreitbar – aber sie tun gern so.

Von Männern wird dann an der richtigen Stelle wieder mal plötzlich erwartet, wie dereinst die „harten Männer“ zu sein, die nicht weinen und nicht klagen und mit allen Zumutungen fertig werden. Das tun viele Männer dann auch und dann heißt es eben: „Männer haben ja keine Probleme.“ – Und, ja klar, Männer sind „Jammerer“, wenn sie denn sagen, dass sie doch welche haben.

PS:
Hier kommt jetzt natürlich z.B. der Einwand, dass diese meine Aussagen eine illegitime Generalisierung weiblichen Verhaltens darstellen. Es mag ja sein, dass diese Aussagen nicht für alle Frauen in gleicher Weise gelten. Von der starken (vielleicht auch beherrschenden) – quasi „statistischen“ Tendenz in unserer Gesellschaft her sind sie aber meiner Meinung nach zutreffend. Und in diesem Sinne sind diese Aussagen wie gesagt natürlich auch gemeint. – Das gilt es besonders zu betonen, weil Männer ja auch nicht „Frauen…“ sagen dürfen, obwohl „Frauen“ heute fast dauernd „Männer…“ sagen 😉 – und gerade das oft in einer wirklich problematisch verallgemeinernden Weise.

Darüber hinaus glaube ich aber durchaus, dass der beschriebene Effekt ein wesentlicher Aspekt der Beziehung der Geschlechter zueinander ist: (Viele) Frauen sehen Männer durch die Brille der Scheinheiligkeit; (viele) Männer empfinden Frauen (auch heimlich) als scheinheilig.

Die Schuldgefühle, die Frauen Männern über die Scheinheiligkeit erzeugen, sind für sie wahrscheinlich auch ein entscheidender Macht- und Manipulationsmechanismus. Aber der Feminismus redet nur von „Männermacht“.

Geschlechterfeindschaft

Die Sexualfeindschaft ist es mMn ganz banal und klassisch, die wesentlich für die „Geschlechterfeindschaft“ in beiderlei Richtungen verantwortlich ist: die Misogynie (Frauenhass) und die kein bisschen weniger präsente Misandrie (Männerhass).

Man hat ein gestörtes Verhältnis zur eigenen Sexualität, zu den eigenen auftretenden Triebwünschen und macht die „lieben Mitmenschen“ für diese auftretenden Triebwünsche verantwortlich. Zunächst sind das vor allem die Mitmenschen, die Ziele (oder nach Freud „Objekte“) der eigenen Triebwünsche sind. Mit sieht diese Mitmenschen als die verruchten und verderblichen Verführer und Verleiter, diejenigen, die für die bösen eigenen Triebwünsche die eigentliche Verantwortung tragen.

Klassischer- und traditionellerweise wurden vor allem Frauen von Männern so gesehen bzw. hingestellt. Schon in der in unserer christlichen Kultur außerordentlich einflussreichen Geschichte von Adam, der von Eva den verbotenen Apfel gereicht bekommt, spielt genau dieser Effekt die entscheidende Rolle. Eine Minderwertigkeit des weiblichen Geschlechts wurde dann in Folge sehr oft mit der Sicht auf die Frau als das verderbte Verführerinnengeschlecht begründet – nicht selten auch konkret auf Adam und Eva und die Erbsünde verwiesen.

Wenn ein dann neuzeitlich irgendwann auftretender Feminismus diese Sicht auf Frauen kritisiert hat, hat er damit recht gehabt!

Allerdings hat auch die Misandrie (der Männerhass) eine ziemlich lange Tradition. Schon im 18. Jahrhundert kommt er deutlich in Literatur und Philosophie zum Vorschein. Auch hier spielt die Sicht auf den Mann als das tierische und triebhafte Wesen eine entscheidende Rolle. Bemerkenswert ist hier, dass sich vor allem auch – aber doch nicht nur – männliche Philosophen und Literaten mit diesem Denken hervorgetan haben.

Das liegt daran, dass man innerhalb des oben angesprochenen psychologischen Mechanismus nicht nur gern das andere Geschlecht (bzw. das Geschlecht, das Objekt der eigenen Triebwünsche ist) für die eigenen Triebwünsche verantwortlich macht, sondern gern auch die Menschen als besonders triebhaft usw. sieht bzw. darstellt, die als Rivalen bei den eigenen Triebwünschen auftauchen. (Man projiziert auch hier die eigenen Triebwünsche auf die anderen – und verurteilt sie bei den anderen.)

Diesen Effekt gibt es durchaus auch bei Frauen, die andere Frauen als besonders im üblen Sinne triebhaft usw. („Schlampen“ usw.) hinstellen. Selten ist auch das ganz gar nicht!

Aber auch weibliche Misandrie Männern gegenüber wird sicherlich so ganz neu nicht sein. In einer Welt, die von Triebfeindlichkeit bestimmt war, ist sie (im Sinne des obigen Effekts) auch einfach logisch.

Der Feminismus macht schließlich diese weibliche Misandrie Männern gegenüber zunehmend einem seiner Kernthemen. Und ab da hat der Feminismus nicht mehr recht! – Die weibliche Geschlechterfeindschaft Männern gegenüber unterliegt dem selben Mechanismus wie die männliche Geschlechterfeindschaft Frauen gegenüber (und wahrscheinlich kommt auch die Feindseligkeit gegenüber Homosexuellen beiderlei Geschlechts aus genau der selben Ecke).

Mann/ frau hat ein gestörtes Verhältnis zur eigenen Sexualität und verurteilt deswegen – quasi stellvertretend – die Sexualität der anderen.

Aber, wird man sagen, wie kann das sein, dass solche Effekte heute immer noch eine so entscheidende Rolle spielen, wo wir (zumindest in den westlichen Industrieländern) doch nun ein so offenes und unverstelltes Verhältnis zur Sexualität haben? – Vermutlich, weil das Letztere schlicht und einfach nicht so ist!

Der zurückhaltende Mann

Ich, der Autor dieses Blogs, schreibe hier sicherlich meine „Theorien“ oder Wahrnehmungen auf aus einer bestimmten persönlichen Perspektive. Und das ist sicherlich die Perspektive eines traditionell Frauen gebenüber eher zurückhaltenden Mannes – der es vielleicht mit zunehmendem Lebensalter geschafft hat, diese Zurückhaltenheit zumindest partiell doch zu überwinden.

Wenn man die Thesen dieses Blogs in irgend welchen Internetforen vertritt, in denen man auch auf viele Profeministen oder „Mainstream-manchmal-Feministen“ trifft, bekommt man des öfteren mitgeteilt, die geschilderten Dinge seien nicht ein gesellschaftliches Problem, sondern ein ganz individuelles. Diese Art der „Argumtentation“ ist ja eine ganz klassische – die sich bemerkenswerterweise gerade auch Feministinnen anhören mussten oder zum Teil auch noch heute anhören müssen. – Eine Argumentation, die man gerne jeder Art von Denken gegenüber vorbringt, die die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse kritisiert.

Gerade als zurückhaltender Mann bemerkt man besonders stark, dass Frauen z.B. klar und eindeutig (jedenfalls vom stark beherrschenden Trend her) von Männern etwas anderes erwarten als Zurückhaltung – nämlich eben Aktivität und Offensivität. Zurückhaltende Männer werden von Frauen zum Teil als Männer gar nicht wahrgenommen – geschweige denn, dass sie eine ernsthafte „Chance“ bei Frauen hätten. Allermindestens ist die „Chance“ von nicht-zurückhaltenden Männern ein ganz erheblich höhere.

Dann bemüht man sich als zurückhaltender Mann diese Zurückhaltenheit – quasi mit schweißnasser Hand – zu überwinden – und man hat damit auch prompt gewisse Erfolge beim anderen Geschlecht. Ganz schnell kann es dabei aber auch wieder passieren, dass man von Frauen in die entsprechende Buhmannrolle hineingestellt wird (natürlich auch gerade dann, wenn an sich in der geforderten Offensivität nicht absolut elegant und geschickt anstellt, wie man es dann auch noch soll).

Gerade als tendentiell zurückhaltender Mann bemerkt man besonders stark, wie widerprüchlich, wie egozentrisch (dabei auch wie hoch) und wie scheinheilig weibliche Erwartungen an Männer sein können.

Aktivität und Offensivität ist gleichzeitig etwas, was Frauen massiv von Männern erwarten, ganz schnell ihnen aber auch zum Vorwurf machen. (Gleichzeitig streiten nicht wenige Frauen auch massiv ab, dass sie verstärkte Aktivität und Offensivität von Männern erwarten.)

Das prägt das Bild – gerade für die tendentiell eher zurückhaltenden Männer.

Die weniger zurückhaltenden Männer haben grundsätzlich zunächst mal weniger Probleme. Auch für sie kann es im Falle des Falles natürlich heikel werden, wenn die Frau die Offensivität dieser Männer – berechtigt oder auch weniger berechtigt – eben doch auch „zu viel“ wird. Aber dieser Männertyp blendet diese Gefahr eher aus. In der Regel hat er aber mehr „Erfolg“ bei den Frauen – kann sich meist mehr erlauben – ist meist auch ziemlich geschickt in seiner Offensivität.

Allerdings gehen die tatsächlich relevanten „Übergriffe“ gegen Frauen jedenfalls meiner Einschätzung nach auch gerade von diesem Männertyp aus.

Die Anzahl der eher zurückhaltenden Männer oder auch heimlich zurückhaltenden Männer (die – gerade als jüngere Männer – eine gewisse Schüchternheit durch besonders „cooles“ Getue zu überspielen versuchen) ist mMn aber auch nicht gerade klein. – Diese Männer werden durch feministischen Kampagnen à la „#metoo“ im Zweifel immer noch weiter verunsichert – und müssen sich oft dafür von Feministinnen noch verhöhnen lassen: „Männer haben Angst vor Frauen“ (Man fragt sich: was sollen sie denn sonst haben?)

Es wird mMn niemals legitim sein, dass Frauen einerseits Aktivität und Offensivität von Männern erwarten, andererseits ihnen im Falle des Falles so gut wie nicht zubilligen wollen. Nur leiden darunter (zunächst) nicht alle Männer gleich – das ist klar.

#metoo

Mal wieder wird im Netz wütend „#aufgeschrien“, der überall mangelnde männliche Respekt den Frauen gegenüber empört angeprangert! Aber:

FRAUEN verhalten sich MÄNNERN gegenüber RESPEKTLOS, wenn sie SCHEINHEILIG sich benehmen oder scheinheilig reden. Scheinheiligkeit IST eine Form der Respektlosigkeit. Und ich frage mich schon sehr, ob ich der einzige Mann bin, der das heute häufige weibliche Gehabe Männern gegenüber als scheinheilig wahrnimmt.

Wenn Frauen aus irgend einem Grund Männern gegenüber am passiven, defensiven, selektiven Steinzeitweibchenverhalten massivst festhalten, müssen sie, in dem Maße in dem sie das tun, dem Mann die entsprechende aktive und offensive Rolle zubilligen.

Klar: aktive, offensive Rolle darf nicht heißen: Gewalt – das ist schon die Grenze, die ein Mann respektieren muss! Aber was Gewalt ist, ist nicht beliebig. Gewalt ist (nur) das, was alle Welt klar und eindeutig als Gewalt ansehen würde, was z.B. auch als Gewalt gelten würde, wenn es einem Mann widerführe – z.B: durch einen anderen Mann, oder auch eine Frau.

„Was Du nicht willst, was man Dir tue, das füg‘ auch keinem anderen zu.! – das ist ein gutes, einfaches Prinzip, was moralisches Verhalten beschreibt. So sollten auch Männer und Frauen miteinander umgehen.

Wenn die Frau sich aber passiv-defensiv dem Mann gegenüber benimmt und dem Mann die ihm dadurch zugewiesene offensive Rolle zum Vorwurf macht, ist das nichts als scheinheilig. Ich nenne das das „Rotkäppchen und der böse Wolf“-Schema. Und genau das findet sich in der Realität, wie ich sie beobachte, sehr viel eher, als etwa massenhafte (wirkliche) Gewaltausübung gegenüber Frauen.

Viele Frauen sagen heute z.B. jetzt gern: „Völliger Blödsinn! Frauen verhalten sich doch überhaupt nicht passiv-defensiv-selektiv Männern gegenüber. Das wollen doch höchstens die Männer und die böse Männergesellschaft so.“ Nur: das stimmt so einfach nicht. Das ist typischer weiblicher Lockflucht-Egozentrismus.

Gerade die eher zurückhaltenden Männer (und davon gibt es durchaus so einige) merken sehr deutlich: bist Du nicht offensiv, bist Du kein Mann – jedenfalls kein relevanter Mann oder wirst als Mann einfach übersehen. Nein nein, ganz und gar und überhaupt nicht: das ist nicht die böse Männergesellschaft, die das so sieht, sondern das ist so massiv gerade im Verhaltensschema der Frauen enthalten, die das aber nicht wahrhaben wollen!

Bloßes Gucken soll, dem #metoo-Geschrei zufolge auch schon ein Männerverhalten in Gewaltnähe sein. Wahrscheinlich sollen dann auch irgendwelche Wünsche, Phantasien, Träume, die ein Mann gegenüber einer Frau hat, Anlass zu schweren Vorwürfen sein, die ein Mann sich machen lassen muss. Natürlich hat das nicht das Geringste mit Sexualfeindlichkeit zu tun – weil die Frau hat ja Sex, wenn sie welchen will. Dann liegt aber eben um Scheinheiligkeit vor!

Gucken ist eine Art „Ur-Ausdruck“ männlicher Sexualität. (Frauen dürfen selbstverständlich auch gucken, ich kenne kaum einen Mann, der etwas dagegen hätte.) Man hat Wünsche oder Träume – man guckt – das ist „eigentlich“ eins. Da, wo gucken nicht erlaubt ist, ist Sexualtät nicht erlaubt – beziehungsweise: eben einer bestimmten Gruppe nicht erlaubt!

Dem männlichen Gucken steht oft genug ein weibliches zu-gucken-Geben gegenüber, das allermeist nicht so unschuldig ist, wie es tut. Und da, wo Frauen begehrt sein wollen (und ich denke: das ist hier das Motiv), müssen sie auch mit dem Begehren klar kommen. Klar: nicht grenzenlos, aber doch ein ganzes Stück weit.

Auch Ansprechen müsste ein Mann eine Frau eigentlich grundsätzlich jederzeit dürfen. Wie soll denn eine Kontaktanbahnung funktionieren, wenn doch die Frau sich in der Regel zu fein dazu ist, einen Mann anzusprechen (jawohl ist das immer noch so!). Es sei denn, man ist wieder bei der Sexualfeindlichkeit, die Kontaktanbahnung möglichst unterbinden will.

Die Verhaltenskodexe, die die Feministinnen den Männern hier z. B, auferlegen wollen, sind eine reine femizentrische Zumutung.

Darum geht es in der Regel: Annäherungen, und was Männern dabei erlaubt sein soll, und was alles vieles nicht. Und um Wünsche und Träume, die Frauen angeblich das Recht haben, Männern zu untersagen. Und immer hat der Mann die „Arschkarte“, die aktive, offensive Rolle spielen zu müssen, mit der er dann ins moralische Messer von bewegten oder anders entrüsteten Frauen hineinläuft.

Grenzen? – Ja natürlich gibt es Grenzen für Männer, die sie beachten müssen – aber keine grenzenlosen. Und: es keineswegs nur relevant, was Frauen „stört“.

Die gröberen Fälle von „Übergriffigkeiten“ von denen entrüstete Frauen hier berichten, sind in der Realität sehr viel seltener als behauptet. Die Gesamtfallzahlen werden aber dadurch in die Höhe getrieben, dass eben alles Mögliche an männlichem Offensiv-Verhalten als „Übergriffsverhalten“ verbucht wird.

Und die männliche Offensivität halte ich grundsätzlich für völlig und absolut legitim – eben mindestens so lange wie eine stark ausgeprägte weibliche Defensivität Realität ist (auch wenn sie geleugnet wird).

Ich weiß natürlich nicht, ob der Herr Weinstein tatsächlich (wirkliche) Gewalt oder (wirklichen) Zwang gegen Frauen ausgeübt hat. Wenn er das hat, möge er dafür bestraft werden. Die allgemeine Realität zwischen Männern und Frauen ist aber meiner Wahrnehmung ganz und gar nicht die, dass Männer das generelle Tätergeschlecht und Frauen das arme unterjochte Opfergeschlecht sind. Wie gesagt: Scheinheiligkeit hat nichts mit Respekt zu tun.

Natürlich schwingt auch allgemeine Sexualfeindlichkeit oder Prüderie mit in die Diskussion hinein und äußert sich in ihr – in den USA sowieso, aber auch hier in Deutschland.

Maskulist, aber kein Traditionalist

Ja, ich, der Autor dieses Blogs, verstehe mich (aus guten, rationalen Gründen, wie ich meine) als Maskulist, aber nicht als Traditionalist. Ich fühle mich grundsätzlich eher aufklärerischem, fortschrittsorientiertem, auch eher religionskritschem Denken verbunden. Der Feminismus hatte und hat für mich ausgeprägt traditionalistischen Gesellschaftsformen und Kulturen gegenüber durchaus seinen Sinn und seine Berechtigung. Beispiele mögen islamisch geprägte Gesellschaften sein, auch Verhältnisse wie in Teilen Indiens oder Afrikas – auch Verhältnisse, wie sie bei uns in Mitteleuropa geherrscht haben, z.B. am Anfang des letzten Jahrhunderts, teilweise aber auch bis in die 50er, 60er Jahre hinein. Diesbezüglich halte ich also einen DIFFERENZIERTEN Blick für angemessen. Kritisch stehe ich bestimmten Formen gegenüber, die der Feminismus heute und in den entwickelten „westlichen“ Gesellschaften angenommen hat.

Hier im Blog habe ich diesbezüglich mir relevant erscheinende Problemaspekte dargestellt.

Es ist paradox: aber in manchen Aspekte kommt mir gerade der „westliche Feminismus“ als traditionalistisch vor. Die Sicht auf die Sexualität ist da sicherlich ein klassisches Beispiel. Wobei immer das Spiel gespielt wird: „die Männer“ sollen alle traditionellen Vorstellungen aufgeben – die Frauen können, dann wenn sie mögen, beliebig auf traditionelle Vorstellungen zurückgreifen – auch wenn die Dinge logisch dann gar nicht mehr zusammenpassen. Und alle Einwände werden dann mit dem Verweis auf die angebliche „jahrtausendealte Frauenunterjochung“ und nun doch mal seit Ewigkeiten bestehende Opferrolle der Frau weggebügelt.

Dieses Denken selbst ist traditionalistisch – nach dem Motto: der Mann ist der Chef (soll er jetzt nicht mehr sein) und darum ist er für alles verantwortlich (soll er immer noch sein).

Die „jahrtausendealte Frauenunterjochung“ soll kulturübergreifend gewesen sein und doch rein kultürlich. Wie kann das sein? Absurd: ein biologisches Geschlecht wird geleugnet – biologisch geprägte Geschlechterrollen genauso. Und dann wird von vorn bis hinten aus einem biologischen Geschlechterrollenverständnis heraus argumentiert.

Wenn man biologisch geprägte Geschlechterrollen tendenziell überwinden will, muss man sie zunächst erst mal sehen und darf sie nicht einfach ignorieren. Weg mit der „Männersteinzeit“ – und die Frauensteinzeit darf sich dann so richtig austoben – das geht gar nicht!

„Selbstbestimmungsrecht“

Ja, es stimmt: ich habe ein Problem mit dem sexuellen und nicht sexuellen Selbstbestimmungsrecht von Frauen, so wie Feministinnen und nicht wenige Frauen es heute formulieren. Das geforderte Selbstbestimmungsrecht ist in der Form nämlich ein privilegiertes für Frauen.

Entscheidend ist dabei mMn, wie weit oder eng der Rahmen für „Selbstbestimmung“ von Menschen gefasst wird. Und hier soll es nach meiner Sicht für Frauen dann einen sehr weiten und für Männer einen sehr engen Rahmen geben. MMn sollten aber Frauen nicht weniger, aber eben auch nicht mehr Selbstbestimmungrecht haben wie Männer.

Selbstbestimmungrecht – das hat vor allem mit Gewalt und Zwang zu tun, die Menschen nicht (oder nur nach genau definierten Modalitäten) anderen Menschen gegenüber ausüben dürfen, um ihnen den eigenen Willen aufzuzwingen. Und da ist es eben entscheidend, was man als Gewalt und Zwang ansehen will und was nicht. Feministen und viele Frauen heute wollen – wie ich es hier auch schon dargestellt habe – die Begriffe von Gewalt und Zwang sehr weit fassen, wenn sie denn gegen Frauen ausgeübt werden.

Man kann diese Begriffsausweitung sogar so weit treiben, dass es paradox wird: man sagt, es ist Gewalt oder Zwang, wenn sich ein anderer Mensch nicht vollständig so verhält, wie ich es mir von ihm wünsche. Dadurch übe ich am Ende aber faktisch mehr Zwang oder auch eine Form von Gewalt aus, als man umgekehrt wirklich von Gewalt und Zwang reden könnte.

Gewalt und Zwang ist mMn nur, was alle Welt klar und eindeutig als Gewalt und Zwang erkennen würde, was auch z.B. ein Mann klar als Gewalt und Zwang sehen würde, wenn es ihm widerführe. Vor dieser Art Gewalt und Zwang müssen Männer genauso wie Frauen geschützt sein. „Was Du nicht willst, was man Dir tu‘, das füg‘ auch keinem anderen zu.“ Und nach diesem Grundsatz sollten sich unbedingt auch Männer verhalten.

Aber es gibt eben Dinge, die Männer niemals als Gewalt und Zwang sehen würden, wenn sie ihnen widerführen. Und Frauen tendieren sehr wohl dazu (Stichwort: weiblicher Egozentrismus) wie oben beschrieben, alle Mögliche als Gewalt und Zwang darzustellen, einfach nur, weil es nicht genehm ist. Dazu muss deutlich gesagt werden: Männern mag auch einiges am weiblichen Verhalten nicht genehm sein. – Darum ist das aber noch lange nicht Gewalt und Zwang.

Wie hier schon beschrieben, kann man Gewalt und Zwang eng und sehr weit definieren. Wenn man aber diese sehr weite Definition möchte, dann muss diese Definition für alle Menschen gelten – also für Frauen UND Männer. Und, wie gesagt, eine extrem weite Definition würde es paradox machen.